Oft passiert es Neuanfängern, dass wichtige Dinge bei der Neuanschaffung eines Aquariums nicht berücksichtigt werden. Im Ladengeschäft wird oft nicht auf die richtige Beratung geachtet und außerdem will man ja sehr schnell ein schönes Aquarium im Wohnzimmer stehen haben und sich an der Unterwassserwelt erfreuen. Aber man muss schon ein bisschen Geduld haben und einige wichtige Dinge beachten.
Zuerst ist es wichtig, sich Gedanken über den Standort des Aqauriums zu machen. Dieser sollte nicht direkt am Fenster sein, denn einfallendes Sonnenlicht kann das Algenwachstum fördern. Außerdem sollte der Untergrund tragfähig genug sein, denn ein eingerichtetes Becken mit allem Zubehör und Wasser kann schon mal 500 kg oder mehr auf die Waage bringen. Nicht zuletzt sollte eine entsprechende Versicherung vorhanden sein, denn gerade in einer Mietwohnung und wenn man weiter oben wohnt, kann sehr schnell ein erheblicher und teuerer Schaden durch auslaufendes Wasser entstehen.
Hat man den richtigen Standort gefunden und sich für die passende Größe des Aquariums entschieden, kann nach dem Kauf mit der Einrichtung begonnen werden. Übrigens, je größer ein Becken, desto stabiler ist es. Das liegt einfach daran, dass die größere Wassermenge viel langsamer auf biologische Änderungen reagiert, als eine Kleinere. Das neue Aquarium sollte zunächst komplett eingerichtet werden, mit Bodengrund, Pflanzen und allen Dekorationsgegenständen, wie Wurzeln und Steinen. Man kann als Bodengrund Sand oder Kies verwenden. Allerdings sollte der Kies nicht scharfkantig sein, damit sich grundelnde Welse nicht verletzen. Pflanzen sollten ausreichend vorhanden sein, denn diese sorgen für genügend Sauerstoff für die Fische. Die Pflanzen nutzen das CO2, welches die Fische ausatmen als Nährstoff. Außerdem entziehen gut wachsende Pflanzen Algen im Aquarium die Nahrungsgrundlage. Es ist daher zu Beginn besonders wichtig auch schnellwachsende Pflanzenarten einzusetzen, damit ein eventueller Algenwuchs gar nicht erst überhand nimmt.
Ist alles soweit vorbereitet, kann man das Wasser einfüllen und die Technik in Betrieb nehmen. Allerdings dürfen noch keine Fische eingesetzt werden. Der Filter, der Heizer und auch das Licht können schon angeschlossen werden. Das Licht sollte im Wechsel von 12 Stunden angeschaltet werden. Am besten geht das mit einer Zeitschaltuhr. Nachdem das Aquarium so einige Tage eingerichtet läuft, sollte man den Nitritwert (NO2) regelmäßig, etwas einmal täglich messen. Erst wenn kein Nitrit mehr messbar ist, können die ersten Fische eingesetzt werden. Wichtig ist dann jedoch auch, nicht auf einmal den ganzen, geplanten Fischbesatz einzusetzen, sondern nach und nach zu erhöhen.
Solange noch Nitrit messbar ist, ist im Filter noch keine ausreichende Bakterienflora vorhanden, die das Aquariumwasser biologisch reinigen. Man spricht auch vom s.g. Nitritpeak. Nitrit ist für Fische sehr giftig, auch in sehr kleinen Konzentrationen. Oft hilft bei der Einrichtungsphase auch ein Bakterienstarter, der konzentrierte Bakterienlösungen enthält. Ebenso kann man eine winzige Menge Futter in das Aquarium ohne Fische geben, um den Bakterienhaushalt anzuregen.
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Jeder Aquariener kennt sie, die Außenfilter,...
erstellt von TextGenie am 02.02.2009
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